Veilchen bleiben ungeschlagen

Mathis Moenninghoff während dem Spiel MHP Riesen Ludwigsburg - BG Goettingen Foto: Johannes Roth / www.johannes-roth.com (c) Johannes Roth, Bruckstraße 20, 73066 Uhingen (Germany), Tel.: +49-157 579 31 318 ; jr@johannes-roth.com - Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste zzgl. Mehrwertsteuer. Urhebervermerk wird nach Paragraph 13 UrhG ausdruecklich verlangt. Belegexemplar erforderlich! Bei Verwendung des Fotos ausserhalb journalistischer Zwecke bitte Ruecksprache mit dem Fotografen halten. - Each usage of the photo requires a royalty fee in accordance to MFM and byline Johannes Roth. No model release. For any usage other than editorial purposes please contact the author.

Mathis Mönninghoff behielt am Ende die Nerven an der Freiwurflinie und sicherte der BG den Sieg in Ludwigsburg. Bild: Johannes Roth

Die BG Göttingen bleibt in der easyCredit Basketball Bundesliga (easyCredit BBL) ungeschlagen. Die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers gewann am Freitagabend auch ihr zweites Saisonspiel bei den MHP RIESEN Ludwigsburg 74:71 (56:61). Vor 3.249 Zuschauern in der MHP Arena lagen die Gäste aus Göttingen fast die gesamte Spielzeit immer ein paar Zähler zurück. Im dritten Viertel gingen die Veilchen einmal kurz in Führung, mussten diese zum Viertelende aber wieder abgeben. Erst ab der 35. Minute behaupteten sich die Südniedersachsen und behielten am Ende in einer spannenden Partie die Nerven. Beste Veilchen-Werfer waren Jesse Sanders und Scott Eatherton mit je 16 Punkten. Für die „Riesen“ punktete Ex-Veilchen Alex Ruoff am häufigsten (14).

Roijakkers überraschte zu Beginn mit einer kleinen Aufstellung (Sanders, Leon Williams, Benas Veikalas, Mathis Mönninghoff, Eatherton), die nach zwei Minuten 4:6 zurücklag. Dann ließen sich die Gäste aus Göttingen von der aggressiven Verteidigung der Ludwigsburger aus dem Rhythmus bringen und gerieten weiter in Rückstand (4:11/4.). Zwar war ein Veikalas-Dreier ein kurzer Lichtblick, doch die „Riesen“ zogen unaufhaltsam davon. Chad Toppert erhöhte von jenseits der 6,75-Meter-Marke auf 9:17 (7.). Die Veilchen versuchten defensiv weiter dagegen zu halten, was ihnen dann immer besser gelang. Malte Schwarz schloss einen 8:2-Lauf per Dreier zum 17:19 ab. Williams hatte den Ausgleich zum Viertelende in der Hand, vergab aber beide Freiwürfe.

Im zweiten Abschnitt gaben die schwäbischen Gastgeber Gas und erhöhten den Rückstand wieder auf 20:28. Eine Roijakkers-Auszeit zeigte Wirkung – Sanders und Eatherton verkürzten auf 25:28 (17.). Die Veilchen kämpften und blieben im Spiel, konnten aber nicht weiter aufholen. Ebenso wie Ludwigsburg leisteten sie sich viele Ballverluste und brachten sich dabei oft um den Lohn für ihre Bemühungen. Zur Halbzeitpause lag die Roijakkers-Truppe dennoch nur fünf Punkte zurück.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hart umkämpft, zunächst mit leichten Vorteilen auf Seiten der Gäste. Der Ex-Ludwigsburger Adam Waleskowski sorgte in der 24, Minute für den 41:41-Ausgleich, Mönninghoff traf von der Freiwurflinie zu ersten BG-Führung seit der ersten Minute. Doch die Veilchen schafften es nicht, sich weiter abzusetzen, obwohl sie mehrfach die Gelegenheit dazu hatten. So blieben die Hausherren in der Partie und rissen das Spiel wieder an sich. Zum Ende des dritten Viertels erzielte dann auch Ruoff, den die Göttinger bis dahin gut im Griff hatten, seine ersten Punkte. Der US-Amerikaner brachte sein Team 50:57 in Front. Vor dem Schlussabschnitt betrug der Veilchen-Rückstand wieder fünf Punkte (56:61).

Das letzte Viertel war dann an Spannung kaum zu überbieten. Veikalas erzielte mit seinem Dreier zum 66:64 die erneute Göttinger Führung. Kurz darauf gingen die Veilchen durch Waleskowski und Sanders sogar 70:66 in Front (36.). Die wenigen, dafür aber umso lautstärkeren BG-Fans sahen nun einen Krimi. Ruoff verkürzte in der 38. Minute auf einen Punkt, aber Sanders kämpfte fast bis zum Umfallen, holte sich nach einem eigenen Fehlwurf den Rebound und bekam den Ball irgendwie im Korb unter. Wieder war es Ruoff, der rund 70 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr zwei Freiwürfe zum 72:71 verwandelte. Auf der anderen Seite vergab Sanders einen Dreier, doch die Veilchen sicherten sich den Rebound und ließen den Ball lange laufen, sodass die Ludwigsburger erst 6,4 Sekunden vor Spielende die Uhr durch ein Foul an Mönninghoff stoppen konnten. Der blieb nervenstark an der Freiwurflinie. Den letzten Angriff verteidigte die BG gut, sodass die Gastgeber nur noch einen Notwurf abgeben konnten, der sein Ziel aber verfehlte.

Stimmen zum Spiel:
Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen):
„Das war ein Big Point für uns für unser Ziel Klassenerhalt. Mit einem Sieg in Ludwigsburg rechnet man nicht unbedingt. Wir haben versucht, so lange wie möglich im Spiel zu bleiben. Das hat ganz gut funktioniert. Am Ende haben wir die Big Points gemacht und verdient gewonnen.“

John Patrick (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg):
„Göttingen war heute besser als wir. Wir haben uns zu viele Unkonzentriertheiten geleistet, zu viele Ballverluste. Göttingen hat den Ball gut bewegt und eine Lösung gegen unsere Traps gefunden. Außerdem haben sie mehr Rebounds geholt als wir. Ich kann mich nicht erinnern, wann das das letzte Mal passiert ist. Wir hatten zwar mit Verletzungen zu kämpfen, aber das soll keine Ausrede sein. Wir haben genug gute Spieler. Ich möchte am Sonntag eine Reaktion sehen.“

MHP RIESEN Ludwigsburg – BG Göttingen 71:74 (37:32)
Die Viertel im Überblick: 19:17, 18:15, 24:24, 10:18
Zuschauer: 3.249
BG Göttingen: Williams (3 Punkte/1 Dreier), Veikalas (12/2), Borchers, Spohr, Menzel (n.e.), Carter (1), Schwarz (6/2), Mönninghoff (9/1, 6 Rebounds, 4 Assists), Waleskowski (11/1), Sanders (16/1), Eatherton (16), Grüttner (n.e.).
MHP RIESEN Ludwigsburg: Cotton (8 Punkte/1 Dreier), McCray (2), Martin (9/1), Ruoff (14/1), Washpun (6), Breunig (n.e.), Boone (4), Kone, Thiemann (11), Toppert (3/1), Loesing (5/1, 4 Assists), Cooley (9, 5 Rebounds).