Veilchen erwarten schweres Spiel in Gießen

Scott Eatherton gelang im Hinspiel gegen Gießen ein Double-Double. Bild: Sabine Klar

Wie schon in der vergangenen Spielzeit gehört der kommende Gegner der BG Göttingen auch in dieser easyCredit Basketball Bundesliga-Saison zu den Teams, die über den Erwartungen spielen. Am kommenden Samstag, 4. Februar, tritt die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers bei den GIESSEN 46ers an (20:30 Uhr, Sporthalle Gießen-Ost, live auf www.telekombasketball.de), die momentan den achten Tabellenrang und damit einen Playoff-Platz belegen. Eine Niederlage gegen die Veilchen wäre für das Team von 46ers-Headcoach Denis Wucherer ein Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze, wobei das Saisonziel der Hessen wie bei den Gästen aus Südniedersachsen der Ligaverbleib ist. „Gießen spielt eine großartige Saison mit gutem Basketball, sowohl offensiv als auch defensiv“, sagt Roijakkers.

Das Hinspiel verlor die BG in der heimischen Sparkassen-Arena 74:84 (39:51), obwohl BG-Center Scott Eatherton ein Double-Double (17 Punkte, zwölf Rebounds) gelang. Veilchen-Topscorer Alex Ruoff (15,2 Punkte pro Spiel) hingegen erwischte einen gebrauchten Tag von der Dreier-Linie, traf keinen seiner vier Versuche. Bei den Gießenern stachen aus einer geschlossenen Teamleistung Joshiko Saibou (15 Punkte) und Dwayne Evans (14) heraus.

Bei den 46ers hat sich im Vergleich zum Hinspiel etwas im Kader getan. Der kanadische Forward Thomas Scrubb zog sich Anfang Januar eine schwere Knöchelverletzung zu, die für den 25-Jährigen das Saisonaus bedeutet. Scrubb war bis dahin einer der Gießener Leistungsträger, kam im Schnitt pro Spiel auf 11,8 Punkte und 5,2 Rebounds. Auf die Scrubb-Verletzung reagierte Wucherer mit der Verpflichtung von Bazoumana Kone (vorher MHP RIESEN Ludwigsburg), der den Forward aber nicht eins-zu-eins ersetzen kann, da Kone als Guard eine andere Rolle hat. Am vergangenen Wochenende gab der 23-Jährige im Spiel gegen ALBA BERLIN (84:85) sein Debüt für die Hessen (fünf Punkte in 16 Minuten).

Bester Gießener Punktesammler ist weiterhin US-Guard Cameron Wells (14,5 Punkte pro Spiel), gefolgt von den beiden Forwards Justin Sears (10,3) und Dwayne Evans (9,6). Sears und Evans sind die beiden besten 46ers-Rebounder (5,8 und 5,4), wobei Gießen insgesamt zu den schlechteren Rebound-Teams der easyCredit BBL gehört (32,5 pro Spiel). Neben Wells, Sears und Evans erhält auch Skyler Bowlin im Schnitt mehr als 20 Minuten Spielzeit von Wucherer. Der US-Guard ist bester Vorlagengeber seiner Mannschaft (4,3 Assists im Schnitt), knapp vor Wells (4,2).

„Viele Gießener Spieler können auf vielen verschiedenen Positionen eingesetzt werden, was es schwer macht, gegen sie zu spielen“, sagt Roijakkers. Sein Team stellt sich somit in der hitzigen Atmosphäre der Osthalle auf eine schwere Partie ein, würde aber gerne einen weiteren Sieg holen, um den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu halten oder sogar zu vergrößern.