Till Pape und die Veilchen mussten sich Chemnitz geschlagen geben. Bild: Swen Pförtner

24. April 2023 - Die BG Göttingen hat den nächsten Heimsieg verpasst. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors musste sich am Montagabend den NINERS Chemnitz 68:81 (39:47) geschlagen geben. Das Spiel wurde präsentiert vom Göttinger Tageblatt – exklusiver Medienpartner unserer BG Göttingen auch in der nächsten Saison. Vor 2.517 Zuschauern in der Göttinger Sparkassen-Arena lief es nur phasenweise gut für die Hausherren, denen gegen intensiv spielende Chemnitzer nicht einmal 48 Stunden nach dem umkämpften Derbysieg die Energie fehlte, um die Sachsen in Bedrängnis zu bringen. Durch Foulprobleme gelang es den Göttingern nie, ihren Rhythmus zu finden. Bester BG-Punktesammler war Harald Frey mit seiner Karriere-Bestleistung (27 Punkte). Für Chemnitz traf Wes Clark am häufigsten (15 Zähler).

Die Veilchen, die auf Peter Hemschemeier (Rückenbeschwerden) und Max Besselink (Atemwegsinfekt) verzichten mussten, starteten gut in der Offensive ins Spiel, aber auch die Chemnitzer trafen ihre Würfe. Für die ersten neun BG-Punkte war Frey zuständig, der am Ende seines Laufs einen Dreier von Aher Uguak ebenfalls von außen zum 9:8 konterte (3.). Die Gäste aus Sachsen holten sich die Führung zurück und bauten diese auf 11:15 aus (5.). Die Göttinger hielten die Partie zunächst eng (15:17/7.), doch dann geriet die Offensive ins Stocken. Dies nutzten die NINERS aus, um Stück für Stück davonzuziehen. Bis zum Viertelende gelangen den Hausherren nur noch zwei Zähler, sodass Chemnitz mit einem Elf-Punkte-Vorsprung in die Viertelpause ging (17:28).

Im zweiten Abschnitt spielten die Gäste weiterhin mit viel Energie und vergrößerten den Abstand immer mehr (19:36/13.). Die Göttinger hatten es schwer, in einen Rhythmus zu kommen, weil sie durch Foulprobleme viel durchwechseln mussten. Doch die Moors-Truppe ließ ihre Köpfe nicht hängen und kämpfte sich an die Chemnitzer heran. Frey startete die Aufholjagd mit zwei Dreiern zum 25:38 und zwang NINERS-Headcoach Rodrigo Pastore mit zwei weiteren Zählern zum 27:39 zu einer Auszeit (14.). Die Sachsen hielten die Gastgeber zunächst auf Abstand (31:44/16.), aber die Veilchen konterten. Mark Smith verkürzte auf 37:44, Till Pape dann sogar auf 39:45 (20.). In die Kabine gingen die Hausherren mit einem 39:47-Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel arbeiteten die Göttinger weiter daran, im Spiel zu bleiben. Aber die Chemnitzer hatten immer eine Antwort parat. Einen Pape-Dreier konterte Kevin Yebo zum 42:52 (22.). Dann lief es andersherum: Uguak traf von außen zum 44:57 – Frey stellte den alten Abstand mit einem Drei-Punkte-Spiel wieder her (47:57/26.). Doch dann leistete sich die BG eine kurze Schwächephase, die die NINERS eiskalt ausnutzten: Wes Clark traf drei Dreier in Folge zum 47:66 und zwang Moors zu einer Auszeit (28.). Doch auch danach fielen weitere Chemnitzer Dreier, sodass der Rückstand auf 20 Punkte anwuchs (52:72). Zum Ende des Abschnitts traf Geno Crandall noch zwei Freiwürfe zum 54:72.

Im Schlussviertel schafften es die Veilchen nicht, ihre Offensive wieder in Schwung zu bringen. In fast fünf Minuten gelangen der BG nur zwei Punkte durch Frey zum 56:75 (34.). So blieb der Rückstand hoch – Jonas Richter schraubte ihn auf 22 Zähler (57:79/35.). Nach einer weiteren Moors-Auszeit fing sich sein Team wieder und ließ bis zum Spielende nur noch zwei Chemnitzer Punkte zu. Aber der Rückstand war zu hoch, um die Partie noch einmal spannend zu machen.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Es war ein verdienter Sieg für Chemnitz. Wir haben im Moment Schwierigkeiten in einen offensiven Fluss zu kommen. Das ist schon seit Wochen so. Eigentlich war das immer unsere Stärke, jetzt ist es unsere Schwäche. Wir haben zu wenige Spieler, die auf ihrem normalen Niveau agieren. Die Dreier-Trefferquote geht auch schon seit Wochen nach unten. Die Hauptsache ist, dass wir offensiv wieder mehr Fluss in unser Spiel bekommen. Dann werden auch die Erfolge wieder folgen.“

Rodrigo Pastore (Headcoach NINERS Chemnitz): „Das ist das erste Mal, dass wir in Göttingen gewonnen haben, in den drei Jahren, in denen wir schon in der BBL spielen. Ich bin froh über die Entwicklung des Teams in den vergangenen Wochen. Wir hatten schon Verbesserungen in den Spielen gegen Bonn und Berlin gesehen, aber keine Siege. Jetzt sind wir in einer positiven Serie. Dieses Spiel war offensichtlich kompliziert. Insbesondere mit Harald Frey, der im letzten Spiel Probleme von der Drei-Punkte-Linie hatte. Heute hat er die Spielzüge gemacht. Wir haben alle anderen kontrolliert, aber mit ihm hatten wir Probleme. Zum Ende des ersten Viertels und Anfang des zweiten Viertels ist unsere zweite Aufstellung mit Nelson Weidemann und Wes Clark ins Spiel gekommen, die sehr solide in der Verteidigung waren. Da haben wir uns ein kleines Polster erarbeitet. Im letzten Viertel sind wir mit sieben Stopps hintereinander gestartet. Ich hätte mir gewünscht, dass unsere Offensive ein bisschen flüssiger gewesen wäre. Wir waren zu statisch und haben uns auf Würfe von außen verlassen. Das müssen wir weiterhin verbessern.“

BG Göttingen – NINERS Chemnitz 68:81 (39:47)
Die Viertel im Überblick: 17:28, 22:19, 15:25, 14:9
Zuschauer: 2.517
BG Göttingen: Hammonds (2 Punkte), Edwards (3), Frey (27/4 Dreier, 4 Assists), Crandall (8), Boakye (n.e.), Smith (15, 9 Rebounds), Wüllner (n.e.), Mönninghoff, Kamp (4), Pape (9/1), Bess, Giotis (n.e.).
NINERS Chemnitz: Weidemann (7 Punkte), Uguak (11/2 Dreier), Richter (8), Osborne (13), Binapfl, George (9/3), Clark (15/3, 5 Rebounds), Velicka (2), Susinskas (3/1), Lockhart (2, 5 Assists), Filipovity, Yebo (11/1).

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