Veilchen-Gegner Berlin spielt im Dauereinsatz

Veilchen-Kapitän Akeem Vargas und sein Team können den Sieg gegen Bamberg nur kurz genießen. Dienstag steht schon die Partie gegen Berlin auf dem Programm. Bild: Matthias Klar

1. Februar 2021 – Der BG Göttingen bleibt nicht viel Zeit, um den Erfolg über Brose Bamberg zu genießen. Schon am morgigen Dienstag, 2. Februar, wartet der nächste schwere Gegner auf das Team von BG-Headcoach Roel Moors. EuroLeague-Vertreter ALBA BERLIN ist ab 20:30 Uhr in der Sparkassen-Arena zu Gast (live bei MagentaSport). Die Hauptstädter mussten nicht nur in der vergangenen Woche ein straffes Programm absolvieren. Am Mittwoch und Freitag standen zwei EuroLeague-Partien gegen Moskau und Madrid auf dem Spielplan, Sonntag ging es in der easyCredit BBL gegen RASTA Vechta. Während sich die Berliner auf europäischem Parkett etwas schwerer tun, gab es in der deutschen Liga erst eine Niederlage – gegen Tabellenführer Ludwigsburg. „ALBA hat insbesondere in der Offensive eine sehr starke Identität. Es ist offensichtlich, dass das Team wichtiger ist als der einzelne Spieler“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab. „Berlin kann Spieler austauschen und immer noch denselben Stil spielen. Das ist eine ihrer größten Stärken. Sie sind eines der besten Offensiv-Teams, sogar in der EuroLeague.“

Die Mannschaft von ALBA-Headcoach Aito Garcia Reneses, der gerade erst von seiner Corona-Infektion genesen ist, scheint die EuroLeague-Strapazen, Corona-Quarantäne und Verletzungssorgen fast mühelos wegzustecken. In der easyCredit BBL steht kein Berliner Akteur mehr als 24 Minuten im Schnitt auf dem Parkett. Die meisten Spielminuten erhält Aufbauspieler Jayson Granger (rund 24), der nicht nur bester Assistgeber seines Teams (6,7 pro Spiel), sondern auch der gesamten EuroLeague ist.

Der deutsche Forward Louis Olinde – Sohn der Göttinger Basketball-Legende Wilbert Olinde – kommt im Schnitt auf rund 23 Minuten Einsatzzeit, gefolgt von US-Forward Luke Sima (22). Sikma ist effizientester Berliner Akteur mit durchschnittlich 12,2 Punkten, 6,9 Rebounds und 3,6 Assists pro Partie. Neben Sikma punkten der momentan verletzte Forward Niels Giffey (12,6), der Italiener Simone Fontecchio und der deutsche Center Johannes Thiemann (je 11,3), der schwedische Forward Marcus Eriksson (11,2) sowie der ebenfalls verletzte US-Guard Peyton Siva (10,6) im Schnitt zweistellig. „Ihre Stärke ist das Umschalten von Verteidigung auf Angriff. Sie schneiden und passen unglaublich gut. Sie haben sehr gute Werfer, sogar auf der Position fünf beispielsweise in Johannes Thiemann“, sagt Crab.

An die vergangenen beiden Heimspiele mit den Hauptstädtern erinnern sich Veilchen-Fans gern. Sowohl in der Saison 2018/19, als auch in der vergangenen Spielzeit besiegte die BG den großen Favoriten (91:85, 72:71). Um einen erneuten Überraschungssieg zu holen, muss für das Moors-Team aber alles perfekt laufen. „Wir müssen in der Verteidigung zurücksprinten und jeden Wurf schwer machen“, so Crab. „Ich habe es schon vor dem Spiel gegen Oldenburg gesagt und werde es jetzt wieder sagen: Wir müssen die beste Defensiv-Leistung der Saison zeigen, um ein Team wie Berlin zu schlagen.“