Veilchen kämpfen sich gegen Tiflis zum Auftaktsieg

Deondre Burns steuerte ein Double-Double (14 Punkte, 11 Assists) zum BG-Sieg gegen Tiflis bei. Bild: Swen Pförtner

18. Oktober 2023 - Die BG Göttingen ist mit einem Sieg in den FIBA Europe Cup gestartet. Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart gewann am Mittwochabend gegen BC TSU Tiflis ein umkämpftes Spiel 86:81 (40:33). Vor 1.947 Zuschauern in der Göttinger Sparkassen-Arena fingen sich die Südniedersachsen nach nervösem Beginn und übernahmen nach einem starken zweiten Viertel die Führung. In der zweiten Hälfte schlichen sich wieder zu viele individuelle Fehler bei den Hausherren ein, sodass die Partie spannend blieb und die Führung hin- und herwechselte. Am Ende behielt der deutsche Vertreter die Nerven und holte sich den Erfolg. Bester Veilchen-Werfer war Fedor Zugic mit 20 Punkten. Deondre Burns erzielte ein Double-Double (14 Punkte, 11 Assists). Für Tiflis traf Tyree Boykin am häufigsten (19 Punkte).

Die Veilchen, bei denen Harper Kamp (Knie) nicht mitwirken konnte, starteten nervös in ihren ersten Europa-Heimauftritt nach zwölf Jahren. Die ersten Göttinger Punkte erzielte Umoja Gibson nach fast drei Minuten per Dreier zum 3:6. Aber auch die Gäste aus Georgien leisteten sich Fehler, sodass Zugic von außen zum 6:6 ausglich (5.). Die Partie blieb geprägt von der Nervosität. Die Hausherren legten diese etwas ab und gingen 10:6 in Front (6.). Doch Tiflis ließ sich davon nicht beeindrucken und spielte mit deutlich mehr Energie als die Foucart-Truppe. Durch einen 0:10-Lauf holten sich die Georgier die Führung zurück und bauten diese bis zum Viertelende auf 12:20 aus.

Im zweiten Abschnitt kämpften die Göttinger und arbeiteten sich ins Spiel. Mathis Mönninghoff und Karlis Silins brachten die Veilchen auf 16:22 heran und zwangen TSU-Headcoach Lekso Lapanashvili zu seiner ersten Auszeit (12.) Aber auch die konnte den BG-Fluss nicht unterbrechen. Bodie Hume schloss den 14:1-Lauf zum 26:23 ab (14.). Eine erneute Lapanashvili-Auszeit zeigte dann Wirkung und sein Team mehr Gegenwehr. Die Partie blieb eng, weil die Veilchen ihre Chancen nicht konsequent genug nutzten. Dennoch entschieden sie den Abschnitt 28:13 für sich und gingen mit einer 40:33-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel bauten Zugic und Silins den BG-Vorsprung auf zehn Zähler aus (43:33/22.). Aber die Georgier verloren nicht ihren Mut und kämpften. Durch einen 0:6-Lauf kam Tiflis auf 47:43 heran; Zugic verschaffte den Göttingern wieder etwas Luft, doch die Gäste blieben hartnäckig, während sich die BG weiterhin schwertat. In der 26. Minute schloss Nodar Gogodze einen erneuten Lauf per Dreier zum 50:51 ab. Zach Ensminger holte die Führung direkt zurück, aber das Duell blieb auf Augenhöhe. Die Veilchen erarbeiteten sich zum Viertelende leichte Vorteile (61:55), aber Boykin verkürzte vor dem Schlussabschnitt auf 61:58.

Der Start ins letzte Viertel gelang den Gastgebern: Hume und Silins vergrößerten den Abstand wieder (67:60/32.). Doch auch dieses Mal hatte Tiflis eine Antwort und verkürzte auf 69:68. Zugic konterte mit einem Dreier zum 72:68 und zwang Lapanashvili zur nächsten Auszeit (36.). Diese zeigte erneut Wirkung, denn sein Team glich zum 73:73 aus (37.). Beide Mannschaften schenkten sich nichts und Aleksandre Phevadze brachte Tiflis durch einen Dreier erneut in Front (75:78/38.). Foucart nahm eine Auszeit, nach der die BG einen 7:0-Lauf zum 82:78 folgen ließ. Doch die Partie war noch nicht vorbei. Boykin traf 14 Sekunden vor dem Ende einen Dreier zum 82:81, bei dem er gefoult wurde. Den Bonus-Freiwurf vergab der US-Guard allerdings – Hume holte den wichtigen Rebound. Im Anschluss blieb Zugic viermal fehlerlos von der Freiwurflinie und sicherte den Sieg.

Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „In erster Linie bin ich froh über den Sieg. Das Spiel war nicht leicht vorzubereiten, weil wir kaum Informationen hatten. Wir haben wie schon in den vorigen Spielen zu viele individuelle Fehler gemacht. Das ist ein Lernprozess, durch den wir gehen müssen. Wir müssen diese kleinen Fehler abstellen – daran arbeiten wir. Auf der anderen Seite ist es positiv, dass wir – auch wenn wir nicht unseren besten Basketball spielen – den Charakter, den Kampfgeist und die Energie haben, die Spiele zu gewinnen. Das ist auch sehr wichtig. Denn wir werden nicht immer auf dem höchsten Niveau spielen, müssen die Spiele aber dennoch gewinnen.“

Lekso Lapanashvili (Headcoach BC TSU Tiflis): „Es war ein sehr gutes, intensives Spiel. Uns haben zwei Schlüsselspieler auf der Aufbauspieler-Position gefehlt. Deshalb haben wir nur mit sechs Spielern gespielt, was sehr hart für sie war. In den letzten Sekunden hat uns die Energie gefehlt, wir waren müde. Am Ende haben wir zwei Rebounds nicht geholt, und Göttingen hat die Freiwürfe getroffen, die das Spiel entschieden haben. Wir freuen uns darauf, Göttingen in unsere Stadt zu empfangen.“

BG Göttingen – BC TSU Tiflis 86:81 (40:33)
Die Viertel im Überblick: 12:20, 28:13, 21:25, 25:23
Zuschauer: 1.947
BG Göttingen: Burns (14 Punkte, 11 Assists), Ensminger (8), Gibson (10/2 Dreier), Rich (3), Boakye, Hemschemeier, Anticevich (6, 7 Rebounds), Hume (8/1), Hartwich, Mönninghoff (2), Zugic (20/3), Silins (12).
BC TSU Tiflis: Chechelashvili (7 Punkte), Boykin (19/5 Dreier), Jintcharadze (14, 11 Rebounds), Turdziladze (8), Kopadze (n.e.), Mgeladze (n.e.), Phevadze (18/2), Gogodze (6/2), Vujovic (9), Cranston.

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