Javon Bess (links mit Seth Hinrichs) und die Veilchen haben in Hamburg verdient gewonnen. Bild: Dennis Fischer

15. Januar 2023 - Die BG Göttingen ist zurück in der Erfolgsspur. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors gewann am Sonntagnachmittag bei den Veolia Towers Hamburg 91:82 (35:37). Vor 3.400 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger edel-optics.de Arena schenkten sich beide Teams von Beginn an nichts und sorgten für ein spannendes Duell. Das Spiel war geprägt von Läufen, immer wieder setzte sich eines der beiden Teams ein wenig ab. In den letzten Abschnitt gingen die Gäste aus Göttingen mit einem kleinen Vorsprung. Diese Führung bauten sie dann sogar noch aus und gewannen am Ende verdient. Beste BG-Werfer waren Rayshaun Hammonds und Geno Crandall mit jeweils 21 Punkten. Punkten. Für Hamburg traf Kendale McCullum am häufigsten (25 Zähler).

Eine Premiere gab es bei der Partie: Zum ersten Mal wurde in Deutschland ein Erstliga-Spiel von drei Schiedsrichterinnen (Anne Panther, Danjana Rey und Aleksandra Pawlik) geleitet. Die beiden Mannschaften lieferten sich von Beginn an ein intensives Duell, in dem die Führung hin- und herwechselte. Mark Smith brachte seine Veilchen durch einen Dreier 5:4 in Front, aber McCullum antwortete sofort zum 5:6 (3.). Bis Mitte des Abschnitts blieb das Spiel ausgeglichen, doch dann nutzten die Towers ihre Schnelligkeit aus und setzten sich angeführt von McCullum etwas ab (10:16/7.). Aber die Gäste aus Göttingen ließen sich davon nicht beeindrucken und konterten. Den 9:0-Lauf schloss Hammonds mit fünf Punkten in Folge zum 19:16 ab (9.). Zur Viertelpause kam Hamburg noch auf 19:18 heran.

In den zweiten Abschnitt starteten die Göttinger mit zwei Dreiern von Crandall und Mathis Mönninghoff zum 25:18 und zwangen den neuen Hamburger Headcoach Benka Barloschky zu seiner ersten Auszeit (12.). Danach lief es wieder etwas besser für die Hausherren, die sich Stück für Stück herankämpften und durch Seth Hinrichs zum 29:29 ausglichen (17.). Vor der Halbzeitpause ging es weiter hin und her. McCullum und James Woodard brachten die Towers 31:34 in Front und zwangen Moors zu seiner zweiten Auszeit (19.). Im Anschluss holten Smith und Javon Bess die BG-Führung zurück, doch Hinrichs antwortete zum 35:37-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Momentum zunächst auf Seiten der Hausherren, die durch Lukas Meisner und McCullum 35:42 in Front gingen (21.). Einen Crandall-Dreier konterte Meisner nach zwei vergebenen Freiwürfen zum 38:45, doch die Göttinger ließen sich weiterhin nicht nervös machen. Einen 8:0-Lauf schloss Harper Kamp zum 46:54 ab (25.). Für die BG lief es nun immer besser. Nach einem Drei-Punkte-Spiel von Till Pape zum 54:50 nahm Barloschky seine nächste Auszeit (28.). Doch Pape ließ direkt danach einen Dreier zum 57:51 folgen – Hammonds legte zum 59:51 nach. Vor dem Schlussviertel kamen die Gastgeber aber durch einen Dreier von Christoph Philipps wieder auf 60:56 heran.

In den letzten Abschnitt starteten die Veilchen gleich mit einem Dreier von Harald Frey zum 63:56. Doch die Hanseaten gaben noch lange nicht auf. Nach McCullums Punkten zum 65:63 rief Moors sein Team in einer Auszeit zusammen (33.). Danach verschaffte Javon Bess den Gästen durch seinen Dreier zum 68:63 wieder etwas Luft. Aber die Partie blieb eng. McCullum traf in der 37. Minute zwei Freiwürfe zum 75:71. Dann holten sich die Göttinger das Momentum auf ihre Seite. Frey versenkte zwei wichtige Dreier zum 80:71 und 83:75 (39.). Die Hamburger versuchten noch einmal alles, um die Veilchen in Bedrängnis zu bringen, aber die Moors-Truppe spielte die Partie sicher zu Ende und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Die erste Halbzeit war auf beiden Seiten schwierig mit wenig Rhythmus in der Offensive. Trotzdem haben wir ins Spiel gefunden. Wir haben viel Aggressivität und ein motiviertes Team nach dem Trainerwechsel erwartet. In der zweiten Hälfte haben wir wieder wie die BG Göttingen gespielt, mit Selbstbewusstsein und viel Ballbewegung. Wenn wir den Ball gut bewegen, zeigen wir unsere Qualitäten, die Würfe zu treffen und das ist heute im zweiten Spielabschnitt passiert.“

Benka Barloschky (Headcoach Veolia Towers Hamburg): „Göttingen hat sehr verdient gewonnen. Die erste Halbzeit bestand aus viel Kampf und war sehr defensiv geprägt. Ich war froh, dass wir Göttingen nicht ihr Spiel haben spielen lassen und mit einer Führung in die Halbzeitpause gegangen sind. Göttingen hat für ihre freien Würfe gearbeitet und die wichtigen Punkte gemacht. Wir haben es nicht mehr geschafft, dazwischen zu grätschen, hatten zwar Anfang des dritten Viertels ein gutes Momentum und sind wieder rangekommen, erlauben uns dann aber zu viele Fehler. Von der Göttinger Sicherheit können wir uns eine Scheibe abschneiden. Wir dürfen nicht unsicher werden, auch wenn wir neue Dinge ausprobieren, die wir so im Training noch nicht trainiert haben. Auch in dem Bereich müssen wir sehr schnell besser werden.“

Veolia Towers Hamburg – BG Göttingen 82:91 (37:35)
Die Viertel im Überblick: 18:19, 19:16, 19:25, 26:31
Zuschauer: 3.400 (ausverkauft)
BG Göttingen: Hammonds (21 Punkte/1 Dreier, 9 Rebounds), Frey (12/3, 8 Assists), Crandall (21/2), Hemschemeier (n.e.), Smith (10/1), Wüllner (n.e.), Mönninghoff (3/1), Kamp (4), Pape (8/1), Bess (12/2), Giotis, Besselink.
Veolia Towers Hamburg: Schoormann, Philipps (5 Punkte/1 Dreier), Meisner (15/3, 9 Rebounds), Woodard (9/1), Samar (6), McCullum (25/2, 7 Assists), Alegbe (n.e.), Hinrichs (8/2), Wohlfarth-Bottermann (6), Childs (8).

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