Veilchen reisen mit guten Erinnerungen nach Vechta

Bei Vechtas Überraschungssieg gegen Ulm war Stefan Peno (links mit BG-Kapitän Akeem Vargas) einer der entscheidenden Akteure. Bild: Swen Pförtner

25. März 2021 – Durch den knappen Erfolg nach Verlängerung gegen die Telekom Baskets Bonn hat die BG Göttingen einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib gemacht. Auf vier Siege hat das Team von BG-Headcoach Roel Moors seinen Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ausgebaut und sich damit in eine gute Position für den Endspurt in der easyCredit Basketball Bundesliga gebracht. Am kommenden Wochenende haben die Veilchen die Möglichkeit, sich noch weiter abzusetzen: Die Göttinger treffen am Samstag, 27. März, auf RASTA Vechta (18 Uhr, RASTA Dome, live bei MagentaSport), das als Tabellensiebzehnter und mit bisher nur vier Siegen viel dringender einen Erfolg benötigt als die BG. „Vechta ist ein unangenehmer Gegner“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab. „Sie spielen und verteidigen immer hart.“

Gute Erinnerungen haben die Südniedersachsen an ihre ersten Auftritte im RASTA Dome zu Saisonbeginn. In der Vorrunde des MagentaSport BBL Pokals gewann die Moors-Truppe alle drei Partien in Vechta und zog als einzige Mannschaft ungeschlagen ins Halbfinale ein. Neben den Duellen mit den FRAPORT SKYLINERS (79:64) und den JobStairs GIESSEN 46ers (123:119) entschieden die Göttinger auch das Aufeinandertreffen mit Gastgeber Vechta 99:87 für sich. Im Ligabetrieb revanchierte sich die Mannschaft von RASTA-Headcoach Thomas Päch in der Sparkassen-Arena und kämpfte sich in der Verlängerung zum 102:90-Sieg. „Das Hinspiel hatten wir unter Kontrolle, habe diese dann aber durch zu überhastete Entscheidungen weggeworfen“, so Crab. „Wir müssen unser Spiel viel besser kontrollieren, wenn wir eine Siegchance haben wollen.“

Ein wichtiger und etwas überraschender Erfolg ist Vechta vor zwei Wochen gelungen, als es ratiopharm ulm 92:77 besiegte. Bester RASTA-Akteur war der nachverpflichtete Edgar Sosa mit 20 Punkten. „Sosa ist was das Punkten angeht eine sehr gute Verpflichtung“, sagt Crab. „Aber auch Stefan Peno hat in letzter Zeit sehr gut gespielt und das Team gut organisiert.“ Gegen Ulm gab der Aufbauspieler neun Assists.

Auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde das Päch-Team am vergangenen Wochenende gegen die EWE Baskets Oldenburg. Im Derby ließen die Oldenburger Vechta beim 101:71-Sieg nicht den Hauch einer Chance. „In Oldenburg zu spielen, ist immer schwer“, weiß der belgische Assistenztrainer der BG. „Oldenburg ist so ein gutes Team, das das Spiel von Anfang an kontrolliert hat. Die Partie ist Vechta schon sehr früh aus den Händen geglitten.“

Neben Sosa, der im Schnitt auf 16,4 Punkte pro Partie kommt, und Peno (4,9 Assists pro Spiel) sind Kapitän Josh Young (10,9 Punkte/3,7 Assists) und US-Center Dennis Clifford (11,2 Punkte/7,8 Rebounds) wichtige Säulen der Vechtaer. Beide sind von Verletzungspausen zurück, was für Jean Salumu noch nicht gilt. Der Belgier laboriert an einer Fußverletzung und absolvierte sein bisher letztes Spiel im Januar gegen die Veilchen. Doch auch ohne Salumu hat Päch die Qual der Wahl und muss von seinen sieben einsatzfähigen ausländischen Akteuren immer einen aus dem Kader streichen. Gegen Oldenburg traf es Jordan Barnett.

Die Göttinger können nach dem Sieg gegen Bonn wieder mit etwas mehr Selbstvertrauen spielen, müssen sich aber weiterhin stabilisieren. „Gegen Bonn waren wir fokussiert und haben in der Offensive als Team gespielt“, so Crab. „Wir haben den Ball zeitweise sehr, sehr gut bewegt – das müssen wir wieder tun. Aber alles startet mit der Verteidigung.“