Ulms Topscorer Trevion Williams (links mit Karlis Silins) ist nur schwer zu stoppen. Bild: Swen Pförtner

7. März 2024 – Durch den wichtigen Sieg gegen die MLP Academics Heidelberg hat sich die BG Göttingen etwas Luft im Kampf um den Ligaverbleib verschafft und kann mit Selbstvertrauen in die kommenden easyCredit BBL-Partien gehen. Dort warten starke Gegner auf die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart. Die Südniedersachsen treten am Samstag, 9. März, beim deutschen Meister ratiopharm ulm an (18:30 Uhr, ratiopharm arena, live bei Dyn). Danach folgen das Nachholspiel beim Tabellenvierten Würzburg Baskets (13.3.) und das Heimspiel gegen Meisterschaftsfavorit FC Bayern München (17.3.). Die volle Göttinger Konzentration gilt aber erst einmal den Ulmern. „Ulm schaltet sehr gut von Verteidigung auf Angriff um und erzielt so viele Punkte aus Schnellangriffen“, sagt BG-Assistenztrainer Kenneth Desloovere. „Sie sind ein junges Team, das aber sehr viel Talent auf jeder Position und exzellente Spieler hat.“

Die Ulmer sind mit einer knappen 82:83-Niederlage bei den NINERS Chemnitz aus der Länderspielpause zurückgekehrt. Nach hohem Rückstand zur Halbzeitpause (31:49) kämpfte sich die Mannschaft von Ulms Headcoach Anton Gavel zurück, verpasste es aber, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Eng ist der Kampf um einen direkten Playoff-Platz (6) – von Rang drei bis Rang acht haben alle Teams 15 oder 14 Siege auf dem Konto. Die Ulmer liegen derzeit auf dem siebten Tabellenplatz, der die Teilnahme an den Play-ins bedeuten würde. Am Dienstagabend war der BG-Gegner noch im EuroCup aktiv. Im Achtelfinale musste sich das Gavel-Team dem spanischen Vertreter Joventut Badalona 79:88 geschlagen geben und verpasste den Einzug ins Viertelfinale. „Ulm kann sich jetzt komplett auf die Liga konzentrieren und kämpft um eine gute Platzierung und Ausgangslage, um den Meistertitel zu verteidigen“, so Desloovere.

Die Göttinger schlugen sich im Hinspiel Anfang Januar gegen den Favoriten aus Ulm mehr als gut und führten vor dem Schlussabschnitt 71:66. Im letzten Abschnitt intensivierten die Gäste ihr Verteidigung, sodass die BG sich am Ende 90:100 geschlagen geben musste. „Wir hatten am Ende zu viele Ballverluste. Wenn Ulm dann erst einmal ins Laufen kommt, ist es schwer sie zu stoppen“, sagt Desloovere. Beste BG-Werfer waren Karlis Silins (21 Punkte) und der Ex-Ulmer Fedor Zugic (20). Beim deutschen Meister kam Karim Jallow auf 25 Zähler; US-Center Trevion Williams erzielte ein Double-Double (16 Punkte/12 Rebounds). Im ausgeglichenen Ulmer Kader punktet Williams durchschnittlich am besten (14,8). Der 23-Jährige holt auch mit Abstand die meisten Ulmer Rebounds (8,2) und führt diese Statistik ligaweit an. Ebenfalls zweistellig punkten im Schnitt Jallow (13,9), L.J. Figueroa (13,3), Aufbauspieler Juan Nunez (11,0) und Georginho de Paula (10,6). Die meisten Assists geben Nunez (5,1) und der Ulmer Kapitän Thomas Klepeisz (4,3).

Kein easyCredit BBL-Team kommt auf mehr Assists (22,1 pro Spiel) und mehr Steals (9,1) als die Ulmer. So erzwangen Jallow und Co. im Hinspiel 20 BG-Ballverluste. „In der Offensive müssen wir gut auf den Ball aufpassen, um Ulms leichte Fast-Break-Punkte zu verhindern“, so Desloovere. Aus dem Feld nahm das Gavel-Team im Hinspiel zwar einen Wurf weniger als die Veilchen (58:59), doch die Göttinger stoppten die Ulmer Angriffe zu oft durch Fouls. 35-mal schickte die BG Ulm an die Freiwurflinie, das daraus 28 Punkte erzielte. „Unser Fokus liegt wie immer auf der Defensive“, sagt Desloovere. „Zudem müssen wir wieder besser als gegen Heidelberg rebounden, mit mehr Physis, Energie und Intensität.“

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