Veilchen reisen zum Duell mit Tabellennachbar Ulm

Die Veilchen um Aufbauspieler Dominic Lockhart (rechts mit Ulms Isaac Fotu) wollen die Ulmer in der Tabelle hinter sich halten. Bild: Florian Achberger

6. Dezember 2018 – Nach der Länderspielpause geht die BG Göttingen in der easyCredit Basketball Bundesliga in den Jahresendspurt. Fünf Partien stehen für die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers im Jahr 2018 noch auf dem Programm, darunter der BBL Pokal-Heimspielkracher gegen Brose Bamberg am 22. Dezember. Los geht der Endspurt aber mit einer Auswärtspartie – beim Tabellennachbarn ratiopharm ulm. Dort gastieren die Veilchen am kommenden Samstag, 8. Dezember, (18 Uhr, ratiopharm arena, live auf Telekom Sport). „Ulm hat wieder einmal einen starken und wettbewerbsfähigen Kader zusammengestellt“, sagt Roijakkers über den BG-Gegner.

Den Start in die Saison hatten sich die Ulmer allerdings anders vorgestellt. Bis Anfang November mussten sich die Fans der Schwaben gedulden, um den ersten Sieg auf nationaler Ebene zu feiern. Nach dem 88:79-Erfolg bei medi bayreuth war die Erleichterung bei Ulms Headcoach Thorsten Leibenath groß. Bis zur Länderspielpause holten die Süddeutschen noch zwei weitere Siege und liegen somit nur noch einen Tabellenplatz hinter der BG auf Rang elf. In ihrer Eurocup-Gruppe weisen die Ulmer dieselbe Bilanz wie in der easyCredit BBL auf – drei Siege, fünf Niederlagen.

Beste Ulmer Punktesammler sind die beiden US-Guards Javonte Green (durchschnittlich 13,6 Zähler pro Spiel) und Patrick Miller (12,8) sowie der neuseeländische Center Isaac Fotu (10,3). Miller gibt die meisten direkten Ulmer Korbvorlagen (durchschnittlich 3,3 pro Spiel), gefolgt vom deutschen Nationalspieler Ismet Akpinar (2,6). Die meisten Rebounds holen US-Forward Dwayne Evans (6,7) und Fotu (5,6). „Green und Miller sind zwei Spieler, die auf ihren Positionen zu den besseren Athleten der Liga gehören“, sagt Roijakkers

Leibenath spielt mit einer großen Rotation: Elf Ulmer Akteure erhalten im Schnitt mehr als elf Minuten Einsatzzeit. Am längsten stehen Miller, Evans (je rund 26 Minuten), Akpinar, Green (je 25), Fotu und US-Forward Ryan Thompson (je 23) auf dem Parkett. Die meisten Ulmer Aktionen spielen sich in Korbnähe ab – von allen Liga-Teams nehmen die Schwaben die wenigsten Dreier (nur rund 23 pro Partie). Dafür werfen sie am zweithäufigsten aus dem Zwei-Punkte-Bereich auf den Korb und kommen so auch oft an die Freiwurflinie. Rund 19 ihrer durchschnittlich 87 Punkte erzielt die Leibenath-Truppe von der „Foullinie“ – nur Bamberg schafft mehr (21). Nach dem ersten Heimsieg der Saison gegen Bonn (96:85) sagte der Ulmer Cheftrainer: „Obwohl wir nur vier Dreier getroffen haben, konnten wir heute 96 Punkte erzielen. Das zeigt, dass wir nicht auf die Dreier angewiesen sind, sondern vielmehr auf eine intensive Verteidigungsleistung, wie wir sie heute gezeigt haben.“