Das Hinspiel gegen Crailsheim entschieden Fedor Zugic (rechts mit Keandre Cook) und die Veilchen knapp nach zweifacher Verlängerung für sich. Bild: Swen Pförtner

21. März 2024 – Zehn Spieltage vor dem Ende der easyCredit BBL-Hauptrunde sieht die sportliche Situation hoffnungsvoll für die BG Göttingen aus. Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart hat zwei Siege Vorsprung auf den momentanen Tabellen-17., die MLP Academics Heidelberg, plus den gewonnen direkten Vergleich. Die Heidelberger müssten also drei Spiele mehr als die BG gewinnen, um an den Veilchen noch vorbeizuziehen. Ähnlich sieht der Vergleich mit dem nächsten Göttinger Gegner aus: Die HAKRO Merlins Crailsheim stehen momentan auf dem letzten Tabellenplatz und haben drei Siege Rückstand auf die Südniedersachsen. Die Veilchen haben im Duell bei den Zauberern am kommenden Samstag, 23. März, (20 Uhr, Arena Hohenlohe, live bei Dyn) die Chance, sich weiter abzusetzen, während die Crailsheimer unbedingt einen Sieg benötigen, um den Anschluss im Kampf um den Ligaverbleib nicht zu verlieren. „Für Crailsheim ist die Situation einfach, aber nicht leicht: Sie müssen gewinnen. Darum gehen wir davon aus, dass sie sehr physisch agieren werden. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, sagt BG-Assistenztrainer Kenneth Desloovere.

An das Hinspiel haben die Göttinger gute Erinnerungen: Nach dem Basketball Champions League-Qualifikationsturnier war es Anfang Oktober der Auftakt in die easyCredit BBL-Saison und ein an Spannung kaum zu überbietendes Duell. 16 Sekunden vor dem Ende rettete BG-Center Karlis Silins seine Mannschaft durch einen Dreier zum 90:90 in die Verlängerung. Nach den ersten fünf Extra-Minuten stand es 99:99 – erst in der zweiten Overtime setzten sich die Veilchen etwas ab und gewannen 110:104.

Vor allem im Merlins-Kader gab es seitdem einige Veränderungen. Ende Oktober verpflichteten die Crailsheimer US-Guard Brandon Childress, der vor knapp zwei Wochen allerdings freigestellt wurde. Im November trennten sich die Baden-Württemberger von Headcoach Nikola Markovic und holten den Finnen Jussi Laakso. Seit Anfang Januar im Kader und auch noch dabei ist Liga-Veteran Tremmell Darden. Der 42-jährige US-Forward soll den Süddeutschen mit seiner Erfahrung im Kampf um den Ligaverbleib weiterhelfen.

Beste Merlins-Punktesammler sind US-Forward James Murray-Boyles (13,0 Punkte pro Spiel), US-Forward Keandre Cook (12,3) sowie der französische Aufbauspieler Léo Westermann (10,4). Die meisten Rebounds holen Murray-Boyles und Darden (je 5,1 pro Spiel); Westermann ist bester Vorlagengeber (4,4 Assists pro Spiel). Nur ein Zauberer stand bisher in allen 24-Liga-Partien auf dem Parkett: der deutsche Forward Fabian Bleck. „Crailsheim hat einen erfahrenen Kader, was ihnen in dieser Situation helfen wird“, so Desloovere. „Westermann ist der Direktor der Offensive und hat den Ball viel in seinen Händen. Und ein Spieler wie Maurice Stuckey kann immer explodieren.“

Von ihren bisher vier Siegen holte das Laakso-Team drei in heimischer Halle gegen Rostock, Weißenfels und Tübingen, das sie auch auswärts schlugen. Von allen easyCredit BBL-Teams erzielt Crailsheim die wenigsten Zähler pro Spiel (79,3) und lässt mehr als 90 Punkte zu (93,3). Stark sind die Merlins hingegen an der Freiwurfline: Rund 79 Prozent ihrer Freiwürfe treffen Cook und Co. (Platz zwei). „Wir haben unsere Defensive in den vergangenen Partien weiter stabilisiert und sind konstanter geworden – gegen Würzburg und auch in der zweiten Halbzeit gegen München war unsere Ballbewegung nicht gut genug. Das müssen wir wieder verbessern und unser Tempo spielen“, sagt Desloovere.

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