Veilchen sichern sich Krimi-Sieg in Chemnitz

Mark Smith traf in Chemnitz den entscheidenden Freiwurf zum Sieg. Bild: Jan Stimpel

15. Februar 2023 - Die BG Göttingen hat ihre Siegesserie ausgebaut. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors gewann am Mittwochabend ein spannendes Duell bei den NINERS Chemnitz knapp 87:86 (48:48) und holte den dritten Erfolg in Serie. Vor 3.821 Zuschauern in der Messe Chemnitz schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts, sodass die Führung 24-mal hin- und herwechselte. Im dritten Abschnitt zogen die Gäste aus Göttingen etwas davon, doch die sächsischen Hausherren konterten und glichen wieder aus. Zum Ende des Spiels wurde der wieder genesene Veilchen-Topscorer Mark Smith zum Matchwinner, indem er sich einen Rebound sicherte, bei dem er gefoult wurde, und den entscheidenden Freiwurf zum Sieg versenkte. Bester BG-Werfer war Rayshaun Hammonds mit 16 Punkten. Für Chemnitz traf Ex-Veilchen Nelson Weidemann am häufigsten (19 Zähler).

Die Veilchen, bei denen weiterhin Peter Hemschemeier (Rückenbeschwerden) fehlte, und Chemnitz zeigten von Beginn an das erwartet ausgeglichene Duell. Nach Harald Freys Dreier zum 6:4 glich Arnas Velicka zum 6:6 aus (3.). Im Anschluss daran wechselte die Führung mehrfach hin und her. Kevin Yebo brachte Chemnitz 13:14 in Front, Smith konterte direkt nach seiner Einwechselung per Dreier zum 16:14 (7.). Der US-Guard legte sofort zum 19:16 nach, doch Chemnitz antwortete zum 19:23 (9.). Zum Viertelende traf Geno Crandall zur 24:23-Führung für die Gäste.

Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie eng. Nach einer Moors-Auszeit lief es bei den Veilchen etwas besser, die sich durch fünf Zähler in Folge von Crandall einen kleinen Vorsprung erarbeiteten (36:32/15.). Sofort nahm NINERS-Headcoach Rodrigo Pastore seinerseits eine Auszeit, die wirkte. Durch einen 0:8-Lauf zogen die Hausherren an den Göttingern vorbei (36:40/16.). Diesen kleinen Vorsprung hielten die Chemnitzer zunächst, aber die Gäste kämpften und kamen Stück für Stück wieder heran. In der 19. Minute glich Javon Bess per Dreier zum 46:46 aus. Die BG hatte Foulprobleme – Hammonds, Crandall und Besselink war schon mit drei Fouls belastet – schafften es aber dennoch, die Partie zur Halbzeitpause ausgeglichen zu halten (48:48).

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng. Hammonds brachte die Veilchen durch einen Dreier 51:50 in Front, Chemnitz zog durch einen kleinen Lauf wieder vorbei, Frey glich von außen aus (54:54/25.). Die BG nutzte kleine Fehler der Gastgeber nun etwas besser aus und arbeitete sich den größten Vorsprung des Spiels (64:57/28.). Aber die Sachsen gaben sich nicht so schnell geschlagen und ließen einen 0:6-Lauf zum 64:63 folgen (30.). Kurz darauf glich Wes Clark zum 66:66 aus, doch Frey versenkte zum Viertelende zwei Freiwürfe zum 68:66.

Ins Schlussviertel startete das Pastore-Team mit einem 0:6-Lauf zum 68:72 und zwang Moors direkt zu einer Auszeit (32.). Smith und Pape brachten die Veilchen wieder in Front, doch Chemnitz holte sich die Führung direkt zurück und verteidigte diese über mehrere Minuten (77:81/36.). Aber auch die Göttinger gaben sich nicht auf und kämpften weiter. Hammonds schloss einen 9:0-Lauf zum 86:81 ab, sodass Pastore erneut eine Auszeit nahm (39.). Diese wirkte, denn Weidemann und Jonas Richter glichen fünf Sekunden vor dem Ende zum 86:86 aus. Nach Moors‘ Auszeit zog Frey zum Korb, verlegte, doch Smith sicherte sich den Rebound, bei dem er 0,6 Sekunden vor dem Ende gefoult wurde. Den ersten Freiwurf vergab der US-Guard, den zweiten traf er und sicherte seinem Team damit den 13. Saisonsieg.

Die Göttinger gehen nun aufgrund des Pokalwochenendes, des Länderspielfensters und der Sperrung der Sparkassen-Arena in eine lange Spielpause – die nächste Partie steht erst am 10. März wieder an. Nach ein paar trainingsfreien Tagen versammelt Moors sein Team am 25. Februar wieder um sich.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Das war ein wichtiger Sieg für uns in einem physischen Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir viele Probleme in der Defensive sowie beim Rebound. Nachdem wir einige Änderungen vorgenommen haben, haben wir das in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Ich bin stolz auf meine Spieler, dass sie bis zum Ende dagegengehalten haben. Es war kein unverdienter Sieg.“

NINERS Chemnitz – BG Göttingen 86:87 (48:48)
Die Viertel im Überblick: 23:24, 25:24, 18:20, 20:19
Zuschauer: 3.821
BG Göttingen: Hammonds (16 Punkte/1 Dreier), Frey (11/2), Crandall (15/2), Smith (15/2, 6 Rebounds), Ani (n.e.), Wüllner (n.e.), Mönninghoff, Kamp (10/1, 6 Rebounds), Pape (11/1, 6 Rebounds), Bess (7/1, 5 Assists), Giotis (2), Besselink.
NINERS Chemnitz: Weidemann (19 Punkte/5 Dreier), Uguak, Richter (16, 9 Rebounds), Osborne (7), Binapfl (n.e.), George, Clark (8/2), Velicka (9, 12 Assists), Susinskas (9/2), Lockhart, Yebo (18).

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