Veilchen starten mit Doppelspieltag ins neue Jahr

Bennet Hundt (rechts) trifft mit den Veilchen zum zweiten Mal in dieser Saison auf die Frankfurter um Topscorer Lamont Jones. Bild: Julian Reckmann

30. Dezember 2019 – Das Jahr 2020 beginnt für die BG Göttingen gleich mit zwei easyCredit Basketball Bundesliga-Heimspielen innerhalb von vier Tagen. Zum Jahresauftakt empfängt die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers am Donnerstag, 2. Januar, (19 Uhr, Sparkassen-Arena, live auf MagentaSport) die FRAPORT SKYLINERS aus Frankfurt. Die erste Woche des neuen Jahres schließen die Veilchen dann mit dem Duell gegen ALBA BERLIN am Sonntag, 5. Januar, (15 Uhr, Sparkassen-Arena, live auf MagentaSport) ab. Die Partie wird präsentiert von den Freiwilligendiensten im Sport des ASC Göttingen von 1846 e.V. „Das Team konzentriert sich im Moment nur auf das Spiel gegen Frankfurt“, sagt BG-Co-Trainer Hylke van der Zweep. „Wir Trainer beschäftigen uns parallel natürlich auch schon mit der Partie gegen Berlin. Wir werden auf Berlin genauso gut vorbereitet sein, wie auf Frankfurt.“

Keine guten Erinnerungen hat die Mannschaft des neuen SKYLINERS-Headcoach Sebastian Gleim an den Saisonauftakt. Die erste Partie – das MagentaSport BBL Pokal-Achtelfinale – ging gleich verloren, und zwar gegen die BG. Die Göttinger sicherten sich in Frankfurt dank eines starken Schlussviertels den 79:74-Sieg und den Einzug in die nächste Runde. Seit diesem Spiel haben sich die Hessen aber etwas verändert. Joe Rahon hat die Gleim-Truppe auf der Aufbauposition verstärkt, nachdem Anthony Hickey den Klub verlassen musste. Der US-Guard stand bei seinen ersten beiden Einsätzen im Schnitt fast 36 Minuten auf dem Parkett, das schafft in Frankfurt sonst nur Urgestein Quantez Robertson. Zudem ist Rahon, der in der vergangenen Saison großen Anteil am easyCredit BBL-Playoff-Einzug der Basketball Löwen Braunschweig hatte, bester Vorlagengeber (6,5 Assists pro Spiel). „Rahon hat die Dynamik des Teams mehr als nur ein bisschen verändert. Frankfurt spielt jetzt besseren Basketball“, sagt van der Zweep.

Die meisten Frankfurter Punkte erzielt Lamont Jones (durchschnittlich 18,3 pro Spiel) gefolgt von Leon Kratzer (10,7), der bester Rebounder seines Teams ist (8,3). Ex-Veilchen Akeem Vargas kommt im Schnitt auf 9,3 Punkte pro Spiel (31 Minuten Einsatzzeit); der ehemalige BG-Forward Adam Waleskowski steht durchschnittlich rund zehn Minuten auf dem Parkett. Während die Göttinger seit dem am Ende überraschend deutlichen 90:75-Sieg bei medi bayreuth kein Spiel mehr hatten, müssen die Frankfurter am heutigen Montagabend noch bei den MHP RIESEN Ludwigsburg antreten. „Unsere Teamverteidigung wird gegen Frankfurt sehr wichtig sein. Zudem müssen wir die Eins-gegen-eins-Duelle gewinnen“, so van der Zweep.

Ein noch strafferes Programm als Frankfurt haben die Berliner. Am morgigen Dienstag empfängt der Jäger von easyCredit BBL-Tabellenführer FC Bayern München den SYNTAINICS MBC, am 3. Januar steht ein Turkish Airlines Euroleague-Duell in Spanien bei Valencia Basket an. Momentan scheinen die Hauptstädter die Belastung gut zu verkraften – erst zwei Liga-Niederlagen (gegen München und Ludwigsburg) musste die Mannschaft von ALBA-Headcoach Aito Garcia Reneses hinnehmen, obwohl die Berliner immer wieder von Verletzungssorgen geplagt sind. Der deutsche Center Johannes Thiemann stand aufgrund einer Gehirnerschütterung im November zum letzten Mal auf dem Parkett, ebenso wie US-Forward Tyler Cavanaugh (Sprunggelenksverletzung). Beim 100:75-Sieg gegen die Hamburg Towers kurz vor Weihnachten musste auch Aufbauspieler Peyton Siva erneut passen.

Kein anderes easyCredit BBL-Team erzielt so viele Punkte pro Spiel wie Berlin (91,3). So ist es nicht verwunderlich, dass fünf Akteure im ausgeglichenen ALBA-Kader im Schnitt zweistellig punkten: Martin Hermannsson (12,9), Rokas Giedraitis (11,9), Niels Giffey (11,8), Marcus Eriksson (11,3) und Landry Nnoko (10,1). Hermannsson verteilt auch die meisten direkten Korbvorlagen (6,4 Assists). Beste Berliner Rebounder sind Allrounder Luke Sikma (7,3), und Nnoko (6,6). „Berlin hat mehrere Spieler, die in einer Partie ohne Probleme 25 Punkte erzielen können – auch wenn Sikma natürlich ihr Schlüsselspieler ist“, weiß van der Zweep. „ALBA spielt immer noch denselben Stil, der nach Chaos aussieht. In Wirklichkeit lesen und reagierten sie auf alle Situationen aber auf sehr hohem Niveau. Wenn wir genauso aggressiv spielen, wie bei unserem Sieg im letzten Jahr, dann haben wir eine Chance zu gewinnen.“

Tickets für das Duell mit den Fanfreunden aus Frankfurt und für das Topspiel gegen Berlin gibt es noch bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen, telefonisch über die Ticket-Hotline (Tel.: 0180-6050400), hier im Online-Ticketshop und am Donnerstag ab 17:30 Uhr sowie am Sonntag ab 13:30 Uhr an der Arena-Kasse. Die BG-Geschäftsstelle hat bis einschließlich 6. Januar geschlossen. Früh zu kommen, lohnt sich auch weiterhin: In den ersten 30 Minuten nach Arena-Öffnung haben die Besucher die Chance ein Upgrade auf Sitzplätze direkt am Spielfeldrand zu gewinnen. Zuschauer, die ein Getränk kaufen, erhalten pro Getränk ein Los, hinter dem sich der Hauptgewinn verbergen könnte.