Veilchen treten bei unberechenbaren Würzburgern an

Würzburgs Alex King (rechts mit BG-Kapitän Akeem Vargas) will nach dieser Saison seine Profi-Karriere beenden. Bild: Viktor Meshko

26. Dezember 2021 – Viel Zeit zum Feiern des Weihnachtsfests hat es bei der BG Göttingen nicht gegeben. Nach der Rückkehr vom kurzfristig abgesagten Auswärtsspiel bei den NINERS Chemnitz am 23. Dezember startete die Vorbereitung des Teams von BG-Headcoach Roel Moors auf den nächsten Gegner, s.Oliver Würzburg, am Heiligabend. Auch am 1. Weihnachtsfeiertag gab es eine Trainingseinheit, ebenso wie am heutigen 2. Weihnachtsfeiertag. Im Anschluss macht sich der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen auf den Weg nach Bayern, wo am Montag, 27. Dezember, die Partie gegen die Würzburger ausgetragen wird (20:30 Uhr, s. Oliver Arena, live bei MagentaSport).

Nachdem die Franken Anfang November mit einem souveränen 90:70-Erfolg gegen den FC Bayern München aufhorchen ließen, konnten sie diesen Schwung nicht mit in die folgenden Partien nehmen. Inklusive des Viertelfinal-Duells im MagentaSport BBL Pokal gegen die HAKRO Merlins Crailsheim gab es sechs Niederlagen in Folge – nach der fünften trennten sich die Würzburger von ihrem Headcoach Denis Wucherer. Im Spiel gegen die Hamburg Towers betreute Assistenztrainer Steven Key mit Unterstützung von Kresimir Loncar (Manager Sport und Scouting) das Team, konnte die Negativ-Serie aber nicht beenden (88:100). Am Montag steht nun erstmals der neue s.Oliver-Headcoach, Sasa Filipovski, an der Seitenlinie.

Der Wechsel auf der Headcoach-Position macht die Partie für die Veilchen nicht gerade einfacher, obwohl die Franken erst drei Siege in dieser easyCredit BBL-Saison erreicht haben. Und auch die Bilanz beider Mannschaften spricht für die Würzburger. Erst einmal gewannen die Veilchen während ihrer Erstligazeit in Würzburg, allerdings mit Moors als Trainer: In der vergangenen Saison besiegten BG-Kapitän Akeem Vargas und Co. Würzburg in einer spannenden Partie 87:82.

Bei Franken gehört Ex-Veilchen Will Buford, der zum Ende des Saison 2017/18 elf Partien im Göttinger Trikot absolvierte, zu den Leistungsträgern. Der erfahrene US-Guard erzielt im Schnitt 12,2 Punkte pro Partie (37 Prozent Dreier-Trefferquote), holt 4,9 Rebounds und gibt 2,5 Assists in 25 Minuten Spielzeit. Nur Aufbauspieler Cameron Hunt steht im Schnitt länger auf dem Parkett (26 Minuten). Hunt ist bester Assistgeber seines Teams (3,6), bekommt jetzt aber wieder Unterstützung vom Uruguayer Luciano Parodi, der nach einer etwas längeren Verletzungspause wieder auf dem Parkett zurück ist.

Die meisten Würzburger Punkte erzielt US-Forward Desi Rodriguez (14,0), der auch die meisten Rebounds holt (5,2). Der polnische Forward Tomasz Gielo kommt auf 11,9 Punkte pro Partie, Hunt auf 11,0. Liga-Veteran Alex King, der seine aktive Profi-Karriere nach dieser Saison beenden will, bringt seine Erfahrung in rund acht Minuten Einsatzzeit pro Spiel ein.

Viel Arbeit kommt unter den Körben wieder auf die beiden BG-Center Philipp Hartwich und Harper Kamp zu. Die Würzburger erzielen die zweitmeisten Körbe aller easyCredit BBL-Teams aus dem Zwei-Punkte-Bereich – nur Ulm ist dort besser. Von der der 6,75-Meter-Linie kommen die Würzburger hingegen wenig zum Zuge – sie nehmen in der Liga die wenigsten Würfe aus dem Drei-Punkte-Bereich. Einzuschätzen, ob das auch unter dem neuen Trainer so sein wird, ist die Herausforderung für Moors und seinen Assistenztrainer Olivier Foucart.