
14. Februar 2026 – Der BG Göttingen ist die Revanche erneut geglückt. In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Fabian Strauß am Samstagabend gegen die Paderborn Baskets nach Verlängerung 105:99 (46:41, 92:92). Die Partie wurde präsentiert von der Gesellschaft für bedrohte Völker – Für Menschenrechte. Weltweit. Vor 2.217 Zuschauenden in der Sparkassen-Arena zeigten beiden Mannschaften eine kämpferische Leistung, in der es elf Führungswechsel gab und sich die Veilchen nur einmal zweistellig absetzten. Allerdings ließen die Hausherren die Gäste zurückkommen und retteten sich etwas glücklich in die Verlängerung. Dort behielten die Göttinger die Nerven und holten den achten Sieg in Folge. Bester BG-Werfer war Zach Jackson mit 25 Punkten. Für die Baskets traf Efosa Osawe am häufigsten (26 Zähler). Die Highlights der Partie sind in Kürze hier bei Sporteurope.TV verfügbar.
Die Veilchen hatten Probleme, in der Offensive ihren Rhythmus zu finden. Erst nach mehr als drei Minuten erlöste Wes Dreamer die BG-Fans mit seinen Punkten zum 2:7 (4.). Kurz darauf verkürzte Jackson von außen auf 5:9, doch die Paderborner zwangen die Göttinger weiterhin zu schweren Würfen. Die Gäste schalteten schnell von Verteidigung auf Angriff um und bauten ihren Vorsprung wieder aus (5:13/7.). Von der Bank brachten dann Jordan Sears und Janis Jünemann Energie ins Spiel. Hendrik Drescher traf von außen zum 15:19, kurz darauf schloss Jackson den 7:0-Lauf zum 19:19 ab (10.). Jalen Johnson stellte den 19:21-Viertelendstand her.
Im zweiten Abschnitt lief es im Angriff besser für die Hausherren. Nach einem Block von Mathis Mönninghoff schloss Daniel Kirchner den Schnellangriff per Dreier zur ersten BG-Führung ab (27:25/13.). Beide Teams bewegten sich nun auf Augenhöhe. Osawe brachte die Baskets wieder in Front, Strauß nahm eine Auszeit (28:31/15.). Im Anschluss fing sich sein Team; Kirchner schloss den folgenden 11:2-Lauf zum 39:33 ab (17.). Die Paderborner blieben aber gefährlich, sodass der wieder genesene Eyassu Worku per Dreier auf 39:36 verkürzte (18.). In die Halbzeitpause gingen die Veilchen mit einer 46:41-Führung.
Nach dem Seitenwechsel gaben die Hausherren Gas und bauten ihren Vorsprung durch zwei Dreier erstmals zweistellig aus (52:41/22.). Doch die Baskets ließen sich davon nicht beeindrucken und konterten zum 52:46 (24.). Mönninghoff verschaffte seinem Team wieder ein wenig Luft (57:48/25.), aber die Paderborner trafen angeführt von Branden Maughmer nun auch schwere Würfe. Matej Silic schloss einen 0:8-Lauf zum 59:60 ab (27.). Nils Schmitz holte die BG-Führung zurück; Sears baute diese wieder etwas aus (65:60/28.). Im Anschluss verpassten es die Veilchen, weiter davonzuziehen. So ging es für sie mit einer knappen 69:68-Führung in den Schlussabschnitt.
Im letzten Viertel gaben die Paderborner noch einmal alles, während die BG keine guten Lösungen fand. Johnson baute den Baskets-Vorsprung auf 71:75 aus und zwang Strauß zu seiner nächsten Auszeit (32.). Danach fing sich seine Mannschaft wieder ein wenig und holte sich die Führung durch ein Drei-Punkte-Spiel von Julius Böhmer zurück (80:79/35.). Die Veilchen verteidigten nun besser und erarbeiteten sich einen Sechs-Punkte-Vorsprung (85:79/36.). Baskets-Headcoach Milos Stankovic nahm eine Auszeit, die wirkte. Zwar traf Wes Dreamer einen Dreier zum 88:81, doch Paderborn antwortete mit einem 0:5-Lauf zum 88:86 (39.). Die Gäste spielten mit viel Selbstvertrauen und konnten sich jetzt auf ihren Topscorer Jonathan Klussmann verlassen, den die BG bis dahin gut im Griff hatte. Der Däne traf einen Dreier zum 91:92 – im Gegenzug verpassten die Göttinger die Führung und mussten foulen, um noch eine Chance zu haben. Das funktionierte, denn der sonst so sichere Klussmann vergab zwölf Sekunden vor dem Ende beide Freiwürfe. Beim letzten Angriff wurde Kirchner gefoult. Der Guard traf den ersten Freiwurf zum Ausgleich, verpasste aber den zweiten zum Sieg. So ging es in die Verlängerung.
Im Extra-Abschnitt zeigten sich die Erfahrenheit des Strauß-Teams, dass gleich 96:92 in Front ging. Die Baskets hatten Möglichkeiten, die Partie weiterhin sehr eng zu halten, vergaben allerdings vier Freiwürfe hintereinander, sodass die BG zum 102:96 traf (44.). Die Gastgeber machten die Tür für Paderborn noch einmal auf, als sie Osawe ein Drei-Punkte-Spiel zum 102:99 gestatteten, doch der starke Böhmer sicherte den Sieg mit seinem Dreier zum 105:99.
Fabian Strauß (Headcoach BG Göttingen): „Paderborn hat in den richtigen Momenten unsere Fehler ausgenutzt. Ich war trotzdem eben sehr positiv in der Kabine, weil wir anfangen, defensiv über weite Strecken besser zu stehen. Natürlich kann man das Eins-gegen-eins besser verteidigen oder muss das Matchup besser wissen. Aber wir fangen an, das gerade deutlich besser zu lösen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Rebounding. Wenn du so zum Offensiv-Rebound gehst und dann ein paar einfache Dinger am Brett liegen lässt, dann rennst du natürlich auch mal ein bisschen zu klein nach hinten. Wir haben es wieder geschafft ein Spiel zu drehen. Wir gehen hier positiv raus, weil wir die richtigen Ansätze haben. Jetzt müssen wir uns in den nächsten Wochen darauf konzentrieren, mehr Konstanz auf jeder Position hinzukriegen. Dann sollte das weiterhin positiv verlaufen.“
Milos Stankovic (Headcoach Paderborn Baskets): „Ich bin echt stolz auf mein Team. Wie wir gefightet haben, wie wir guten Teambasketball gezeigt haben - offensiv und defensiv, auch wenn wir 105 Punkte kassiert haben. 18 Offensiv-Rebounds und 16 Rebounds mehr für Göttingen in so einem engen Spiel waren der Schlüssel zum Sieg für Göttingen. Ich bin wirklich zufrieden damit, wie wir gespielt haben und vor allem wie wir uns von Woche zu Woche entwickeln.“
BG Göttingen – Paderborn Baskets 105:99 (46:41, 92:92)
Die Viertel im Überblick: 19:21, 27:20, 23:27, 23:24, 13:7
Zuschauende: 2.217
BG Göttingen: Schmitz (2 Punkte), Ramstedt (1), Sears (6), Kirchner (7/1 Dreier, 6 Assists), Drescher (11/1), Lodders (5), Nguyen (n.e.), Mönninghoff (14/4), Jünemann (4), Jackson (25/2), Dreamer (9/1, 8 Rebounds), Böhmer (21/2).
Paderborn Baskets: Osawe (26 Punkte/1 Dreier, 6 Rebounds), Maughmer (12/3, 6 Rebounds, 6 Assists), Larsen (n.e.), Silic (2), Teichmann (8/2), Marty-Decker, Bühner (5/1), Johnson (13), Worku (8/2), Kröger (1), Klussmann (24/4).