Veilchen treten bei motivierten Tübingern an

Jared Jordan (links mit Mathis Mönninghoff) ist der beste Vorlagengeber der Liga. Bild: Christian Reinhard

Nach dem Auswärtsspiel in Frankfurt steht für die BG Göttingen die nächste schwere Aufgabe in der easyCredit Basketball Bundesliga (easyCredit BBL) auf dem Spielplan. Das Team von BG-Headcoach Johan Roijakkers tritt am Wochenende die lange Reise nach Tübingen an, wo am Samstag, 25. März, (20:30 Uhr, Paul Horn-Arena, live auf www.telekombasketball.de) die Partie gegen die WALTER Tigers Tübingen ansteht (27. Spieltag). „Tübingen hat in Jared Jordan den besten Passgeber der Liga“, sagt Roijakkers. „Beim Umschalten von Verteidigung auf Angriff und im Halbfeld sind seine Pässe sehr gefährlich.“

Jordan ist der Tübinger Motor. Der 32-jährige Aufbauspieler kommt auf 8,4 Assists pro Spiel und ist effektivster Akteur seiner Mannschaft (9,5 Punkte/4,3 Rebounds pro Partie). Jordans Vorlagen nutzen neben Topscorer Barry Stewart (13,9 Punkte pro Spiel) auch Forward Stanton Kidd (12,3 Punkte), Guard Davion Berry (10,7) und Forward Isaiah Philmore (10,4), um zu scoren. Kidd (5,3 Rebounds pro Spiel) und Philmore (4,1) gehören zu den besten Reboundern im Team von Tigers-Headcoach Tyron McCoy hinter Top-Rebounder Gary McGhee (6,9).

Im Schnitt erzielen die Tigers genauso viele Punkte wie die Göttinger (76,2 pro Spiel), werfen dabei aber viel öfter von jenseits der Drei-Punkte-Linie auf den Korb. Kein anderes easyCredit BBL-Team nimmt mehr Drei-Punkte-Würfe als die Tübinger (27 pro Spiel). Im Hinspiel blieben die Schwaben deutlich unter diesem Schnitt (22 Dreier-Versuche). „Wir müssen bereit sein, die Dreier-Linie zu verteidigen“, so Roijakkers.

Bei den Schwaben lagen Freude und Trauer am vergangenen Wochenende dicht beieinander. Der Tabellenfünfzehnte zeigte beim Tabellenvierten medi bayreuth eine seiner besten Saisonleistungen und führte 0,9 Sekunden vor dem Ende 81:80. Doch die Bayreuther entschieden die Partie mit dem letzten Wurf knapp 82:81 für sich. „Es war nach den letzten Spielen ein positiver Schritt nach vorne“, sagte McCoy trotz der schmerzlichen Niederlage nach dem Spiel.

Der Cheftrainer scheint darauf zu setzten, dass die Freude über die weitestgehend gute Vorstellung seiner Mannschaft überwiegt. „Ich hoffe, wir können diese Leistung in die nächsten Spiele mitnehmen.“ Höchstwahrscheinlich werden es die Tübinger der BG nicht so leicht wie im Hinspiel machen. Das dominierten die Südniedersachsen mit einer geschlossenen Teamleistung (fünf Akteure punkteten zweistellig) und holten einen ungefährdeten 92:76-Sieg. Die Tigers mussten in diesem Spiel im Dezember 2016 allerdings auch auf ihren Topscorer Stewart verzichten, der aufgrund eines Handbruchs pausierte.