Auf Veilchen wartet in Frankfurt unangenehme Aufgabe

Leon Williams (links) und die Veilchen treffen am Sonntag auf Kwame Vaughn (rechts) und die SKYLINERS. Bild: Christian Reinhard

Auf einen unangenehmen Gegner trifft die BG Göttingen am 26. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga. Das Team von BG-Headcoach Johan Roijakkers wird am kommenden Sonntag, 19. März, (15:30 Uhr, Fraport Arena, live auf www.telekombasketball.de) von den FRAPORT SKYLINERS empfangen. Die Hessen gehören zu den besten Defensiv-Teams der Liga, was auch das Hinspielergebnis zwischen den Veilchen und der Mannschaft von SKYLINERS-Headcoach Gordon Herbert zeigte. Nach regulärer Spielzeit stand es 67:67 – in der Verlängerung holte sich die BG den 82:78-Sieg. „Frankfurt hat sich komplett verändert seit wir zum ersten Mal in dieser Saison gegen sie gespielt haben“, sagt Roijakkers. „In Shawn Huff und A.J. English haben sie zwei sehr talentierte Spieler nachverpflichtet.“

English, der im Dezember in die Mainmetropole wechselte, ist bester Frankfurter Scorer (15,2 Punkte pro Spiel), gefolgt von Shavon Shields (14,1), Kwame Vaughn (11,1) und Huff (11,0), der seit Januar zum SKYLINERS-Team gehört. US-Guard English gibt nach Aufbauspieler Vaughn (4,0 Assists pro Spiel) die meisten direkten Korbvorlagen (3,8). Der finnische Forward Huff ist sicherster Dreier-Werfer seines Teams (46 Prozent). „Huff und Englisch haben Frankfurt einen großen Schub gegeben“, so Roijakkers. Zudem wurden die Frankfurter im Hinspiel noch von Klaus Perwas betreut, der den langfristig erkrankten Herbert vertrat. Seit Herberts Genesung ist Perwas wieder in seine ursprüngliche Rolle als Assistenztrainer geschlüpft.

Die meiste Spielzeit gibt Herbert Veteran Quantez Robertson (35 Minuten) und Shields (32). Robertson holt die meisten SKYLINERS-Rebounds (5,8), gefolgt von Shields (5,3) und US-Center Mike Morrison (4,0). In Isaac Bonga haben die Hessen wieder einmal einen der talentiertesten deutschen Spieler in ihrem Kader. Der 17-jährige Guard geht auch für die zweite SKYLINERS-Mannschaft in der 2. Basketball-Bundesliga ProB auf Korbjagd und schaffte dort Anfang März ein so genanntes Triple-Double (10 Punkte, 15 Rebounds, 10 Assists). Auch die anderen deutschen Rotationsspieler – Mahir Agva, Niklas Kiel, Max Merz und Stefan Ilzhöfer – haben Partien für die FRAPORT SKYLINERS Juniors absolviert.

Unangenehm ist vor allen die SKYLINERS-Verteidigung. Nur rund 74 Punkte lassen die Frankfurter im Schnitt pro Partie zu. Besser sind nur Brose Bamberg (68) und der FC Bayern München (71). Dennoch belegt der Europe-Cup-Sieger derzeit nur den zehnten Tabellenplatz und hat zwei Siege Rückstand auf die Playoff-Ränge. Dass die Hessen die easyCredit BBL-Playoffs noch nicht abgeschrieben haben, zeigt der deutliche 92:56-Sieg über die Basketball Löwen Braunschweig am vergangenen Wochenende. Es war das erste Mal, dass Frankfurt in dieser Liga-Saison mehr als 90 Punkte erzielte. Im Schnitt kommt die Herbert-Truppe nur auf knapp 70 Punkte pro Spiel und nimmt (und trifft) die wenigsten Würfe aller easy-Credit BBL-Teams.

Überschattet wird die Partie am Sonntag vom Tod des ehemaligen Frankfurter Profis Chris Williams, der von 2003 bis 2005 für die SKYLINERS auflief und großen Anteil am ersten und bisher einzigen deutschen Meistertitel der Hessen 2004 hatte. Der 36-jährige US-Amerikaner starb laut US-Medien am Mittwoch an den Folgen eines Blutgerinnsels.