BG baut Siegesserie aus

Alex Ruoff steuerte 23 Punkte zum Sieg gegen Frankfurt bei. Bild: Sabine Klar

2. Januar 2020 – Die BG Göttingen ist mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet. Am Donnerstagabend gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers gegen die FRAPORT SKLYINERS 89:77 (41:43) und holte ihren dritten Erfolg in Serie. Die 3.298 Zuschauern in der Sparkassen-Arena sahen ein umkämpftes Spiel, in dem die Führung mehrfach hin- und herwechselte. Zu Beginn des letzten Abschnitts setzte sich der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen erstmals auf neun Punkte ab (64:55/31.). Zwar kamen die hessischen Gäste immer wieder etwas heran, doch die BG behielt die Nerven und die Führung. Bester Veilchen-Werfer war Kyan Anderson, der mit 35 Punkten eine neue persönliche Bestleistung und einen Liga-Saisonrekord aufstellte. Für Frankfurt traf Quantez Robertson am häufigsten (25 Zähler).

Die Veilchen, bei denen Zane Waterman und Elias Lasisi (Lungenprobleme) als siebter und achter Ausländer pausierten, starteten mit viel Energie in die Partie und gingen durch Alex Ruoff 7:3 in Front (2.). Doch die Frankfurter steigerten sich und glichen durch Leon Kratzer zum 7:7 aus (3.). Nach einem erfolgreichen Dreier bekam Anderson von den Schiedsrichtern ein technisches Foul verhängt, was die Hessen nutzten, um auf 13:12 heranzukommen (5.). Kurz darauf zogen die Veilchen wieder etwas davon (18:12/6.), aber die SKYLINERS glichen durch zwei Robertson-Dreier zum 18:18 aus. Zum Viertelende sicherte sich die BG einen knappen 24:22-Vorsprung.

Im zweiten Abschnitt gelang es den Göttingern nicht, Robertson zu stoppen. Der Veteran traf immer wieder von außen und bescherte seinem Team eine 26:30-Führung (13.). Doch die BG antwortete mit einem 5:1-Lauf, den Ruoff per Dreier zum 31:31 abschloss und Frankfurts Headcoach Sebastian Gleim zu einer Auszeit zwang (15.). Zwar legte Ruoff von außen nach, aber gegen die Verteidigung der Gäste taten sich die Veilchen schwer. Der Ex-Göttinger Akeem Vargas vollendete einen 3:10-Lauf von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum 37:41, sodass nun Roijakkers die Auszeit nahm (18.). Vor der Halbzeitpause verkürzte die BG auf 41:43.

Nach dem Seitenwechsel erzielte Ruoff die ersten fünf BG-Punkte zum 46:43 (21.). Aber erneut holten sich die Frankfurter die Führung zurück (48:50/24.). Die Veilchen ließen dann allerdings in fast fünf Minuten nur zwei gegnerische Punkte zu, während sie selber zehn erzielten und ihren Vorsprung erstmals seit den Anfangsminuten wieder auf sechs Zähler ausbauten (58:52/29.). Einen Dreier von Joe Rahon konterte zum Viertelende Mihajlo Andric zum 61:55.

Im letzten Abschnitt war Anderson dann nicht mehr zu stoppen. Der US-Guard sorgte dafür, dass sein Team auch kurze Schwächephasen gut überstand und baute den BG-Vorsprung auf neun Zähler aus (70:61/35.). Doch die Frankfurter gaben sich noch nicht geschlagen. Robertson brachte die Hessen per Dreier auf 67:72 heran, doch Anderson und Ruoff waren zur Stelle (76:67/38.). Die Gäste bemühten sich, den Rückstand schnell zu verringern, was ihnen teilweise auch gelang. Aber die Göttinger behielten die Nerven an der Freiwurflinie und verwandelten in der Schlussphase zehn von elf. Am Ende siegte die BG verdient.

Stimmen zum Spiel
Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Wie Sebastian Gleim schon gesagt hat, war es ein verdienter Sieg für uns. Die Energie, die wir brauchen, um zu gewinnen, war heute von Anfang an da. Im zweiten Viertel waren wir zu statisch, haben es aber in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Spieler wir Andric waren heute sehr stark, mit vielen Dingen, die nicht in der Statistik auftauchen. Das technische Foul von Kyan Anderson hat uns weh getan, weil er in der ersten Halbzeit nicht so viel spielen konnte. In der zweiten Halbzeit konnte er mehr spielen und hat das sehr gut gemacht.“

Sebastian Gleim (Headcoach FRAPORT SKYLINERS): „Göttingen hat verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir ein vernünftiges Spiel gezeigt. Vielleicht hatten wir da sogar einige Dinge, die über unserem Limit waren. Allerdings haben wir in Sachen Rebounds eine Leistung gezeigt, die nicht ausreicht, um ein Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. In der zweiten Halbzeit haben wir wieder mentale Schwächen gezeigt. Einige Spieler haben scheinbar noch nicht begriffen, in welcher Situation wir uns gerade befinden. Aus diesem Grund haben wir dieses Spiel heute abgegeben. Natürlich waren aber auch Kyan Anderson und Alex Ruoff wirklich überragend, aber das wussten wir auch schon vorher und müssen das eigentlich besser machen.“

BG Göttingen – FRAPORT SKYLINERS 89:77 (41:43)
Die Viertel im Überblick: 24:22, 17:21, 20:12, 28:22
Zuschauer: 3.298
BG Göttingen: Lockhart (3 Punkte/1 Dreier, 8 Assists), Anderson (35/7), Ruoff (23/3, 9 Rebounds), Kramer (2), Omuvwie, Carter (n.e.), Andric (4), Mönninghoff, Osetkowski (15), Allen (5/1), Hundt (2), Bryant.
FRAPORT SKYLINERS: Vargas (11 Punkte/2 Dreier), Freudenberg, Jones (13/2, 6 Assists), Schmidt (n.e.), Waleskowski (2), McQuaid, Kratzer (12, 9 Rebounds), Robertson (25/5), Hines (1), Rahon (11/1), Völler (2).