BG-Gegner Weißenfels geht mit Verletzungssorgen in Heimspiel-Premiere

Für Dominic Lockhart und die BG Göttingen steht am Tag der deutschen Einheit das erste Auswärtsspiel auf dem Programm. Bild: Swen Pförtner

2. Oktober 2018 – Für die BG Göttingen geht es gleich zu Beginn der neuen easyCredit Basketball Bundesliga-Saison Schlag auf Schlag. Nach der Auftaktpartie gegen die Telekom Baskets Bonn am Sonntag trifft die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers nur drei Tage später auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib. Am Mittwoch, 3. Oktober, (Tag der deutschen Einheit) sind die Veilchen beim Mitteldeutschen BC zu Gast (18 Uhr, Stadthalle Weißenfels, live auf Telekom Sport). Ebenso wie die BG sind auch die „Wölfe“ mit einer Niederlage in die Spielzeit gestartet (84:91 bei den GIESSEN 46ers). „Der MBC hat in James Farr, Lee Moore, Aleksandar Marelja und Trevor Releford sehr gute Spieler verpflichtet, die alle Erfahrung in den besten Ligen Europas nachweisen können“, sagt Roijakkers. „Sie sind tiefer besetzt, als im vergangenen Jahr.“

Allerdings plagen den neuen MBC-Headcoach Aleksandar Scepanovic momentan Verletzungssorgen. US-Center Farr prellte sich in Gießen bei einem Rebound-Duell die Halswirbelsäule, war kurz bewusstlos und konnte die Partie nicht beenden. Laut Angabe des MBC ist er morgen nicht einsatzfähig; ebenso sei Center-Neuzugang Aleksandar Marelja (muskuläre Probleme) nicht 100-prozentig fit. „Es wird sehr schwer werden für uns ohne unsere beiden Großen, da sie wichtige Bestandteile unseres Erfolgs darstellen“, sagt Scepanovic in der Vorschau auf der MBC-Webseite. „Man kann jetzt in so kurzer Zeit nicht die komplette Strategie umstellen.“

Der von Roijakkers erwähnte Moore zeigte in Gießen sein Können und feierte einen guten Einstand (21 Punkte, 9 Rebounds). Aufbauspieler Releford war bester Vorlagengeber seines Teams (7 Assists). Zweitbester Wölfe-Scorer in Gießen war Sergio Kerusch mit 17 Punkten. Ohne Farr und Marelja sind nun die beiden jungen deutschen Forwards Benedikt Turudic und Hans Brase umso mehr gefordert. Brase spielt seine erste Profi-Saison und kam frisch vom US-College nach Deutschland. Der 2,06 Meter große Basketballer holte in Gießen neun Rebounds und erzielte neun Punkte.

Eigentlich hatten sich die Veilchen-Anhänger, die die Reise nach Weißenfels antreten, auf ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Publikumsliebling Alex Ruoff gefreut. Doch der US-Guard, dessen Transfer zum MBC im Sommer als Coup gefeiert wurde, konnte nach seinen Knieoperationen und überstandener Rehabilitationsphase das von seinem neuen Arbeitgeber geforderte Pensum nicht leisten. So einigten sich beide Seiten darauf, dass Ruoff in den USA weiter individuell an sich arbeitet und vorerst nicht für die Mitteldeutschen aufläuft.