BG unterliegt Vechta knapp

Elias Lasisi war mit 15 Punkten Topscorer der Veilchen gegen Vechta. Bild: Swen Pförtner

13. Oktober 2019 – Die BG Göttingen hat den ersten Saisonsieg in der easyCredit Basketball Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers verlor am Sonntagnachmittag gegen RASTA Vechta knapp 72:77 (42:42). Die 3.024 Zuschauern in der Sparkassen-Arena sahen eine ausgeglichene erste Hälfte, in der sich die Südniedersachsen einmal kurz auf sieben Zähler absetzten. Im dritten Abschnitt ließen die Hausherren dann nach und gaben Vechta die Chance, die Partie zu drehen und sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Im letzten Viertel gab die BG noch einmal alles, um das Spiel für sich zu entscheiden, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Bester Veilchen-Werfer war Elias Lasisi mit 15 Punkten; Bennet Hundt erzielte erneut ein Double-Double (elf Punkte, elf Assists). Für Vechta traf Josh Young am häufigsten (20 Zähler).

Die Veilchen, bei denen Zane Waterman als siebter Ausländer aussetzte, präsentierten sich auf Augenhöhe mit dem Favoriten aus Nordwest-Deutschland. Nach einem Dreier von Vechtas Trevis Simpson zum 5:7, glich Dominic Lockhart zum 7:7 aus (3.). Zwar gingen die Gäste erneut in Führung, aber die Göttinger antworteten mit einem 9:0-Lauf, den Mihajlo Andric per Dreier zum 16:10 abschloss (6.). Nach der anschließenden Auszeit von RASTA-Headcoach Pedro Calles lief es wieder besser für sein Team, das auf 18:16 herankam (8.). Aber bei den Hausherren fielen die Dreier, sodass die Roijakkers-Truppe den Abschnitt mit einer 24:19-Führung beendete.

Im zweiten Viertel baute Mathis Mönninghoff den BG-Vorsprung durch ein Vier-Punkte-Spiel (Dreier plus Freiwurf) auf 28:21 aus (12.). Doch Vechta konterte mit fünf Punkten in Folge von Steve Vasturia zum 28:26 (13.). In den folgenden Minuten blieb die Partie eng, Max DiLeo glich per Dreier für Vechta zum 36:36 aus (16.). Im Anschluss blieben beide Teams einige Zeit ohne Korberfolg – die Gäste beendeten ihre Flaute zuerst durch zwei Freiwürfe von Sergi Garcia zum 36:38 (18.). Aber auch die Göttinger punkteten direkt im Anschluss und holten sich die Führung durch Mönninghoff zurück (42:40/20.). In die Halbzeitpause ging es ausgeglichen 42:42.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Veilchen mit deutlich weniger Energie aus der Kabine als Vechta. Während es mehr als drei Minuten dauerte bis die Göttinger ihre ersten Zähler in diesem Abschnitt erzielten, zogen die Gäste auf 42:50 davon (23.). Nach einer Roijakkers-Auszeit beendete Dennis Kramer zwar die punktelose Zeit der Hausherren, doch Vechta spielte mit mehr Schwung und vergrößerte seinen Vorsprung auf elf Zähler (45:56/26.). Die Nordwestdeutschen hatten nun immer die richtige Antwort und konterten einen Lockhart-Dreier durch Simpson zum 48:59 (27.). Zum Viertelende kam es noch etwas härter für die Hausherren, bei denen nun auch die Dreier nicht mehr fielen. Sie gingen mit einem 52:64-Rückstand in den Schlussabschnitt.

Ins letzte Viertel starteten die Göttinger mit einem 5:0-Lauf und zeigten, dass sie das Spiel noch nicht verloren gaben. Trotz einer Calles-Auszeit spielten die Veilchen weiter mit mehr Energie und verringerten den Rückstand auf zwei Zähler (64:66/35.). Erneut nahm Calles eine Auszeit, aber seine Mannschaft hatte weiter Schwierigkeiten. Doch auch die BG ließ dann Punkte an der Freiwurflinie liegen und verpasste so den Ausgleich (66:68/37.). Hundt brachte die Veilchen dann doch durch drei Freiwürfe noch einmal auf 72:74 heran (40.) – im Gegenzug traf Kamari Murphy nur einen seiner beiden Freiwürfe. Doch die BG, bei denen Darius Carter und Dennis Kramer bereits mit jeweils fünf Fouls auf der Bank saßen, schafften es nicht den Rebound zu sichern. So traf Ishmail Wainright zum 72:77-Endstand.

Stimmen zum Spiel:
Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): “Vechta hat verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat drei Viertel wirklich hart gekämpft, nur das dritte waren wir etwas schwach. Aber die restliche Zeit waren wir sehr aggressiv in der Verteidigung. Wenn wir am Ende die Freiwürfe treffen und den Offensiv-Rebound holen, dann ist das Ergebnis vielleicht ein anderes. Es waren nur Kleinigkeiten, aber diese Kleinigkeiten entscheiden Spiele. Am Ende benötigen wir jeden Spieler, um Spiele in dieser Liga zu gewinnen. Wenn ein oder zwei Spieler nicht da sind, werden wir nicht gewinnen.“

Pedro Calles (Headcoach RASTA Vechta): “Es war ein wichtiger Sieg für uns, um unser Ziel zu erreichen, in der Liga zu bleiben. In der ersten Halbzeit haben wir nicht genug Intensität in der Verteidigung gezeigt und Göttingen nur zu zwei Ballverlusten gezwungen. Im dritten Viertel hat sich die Situation dann geändert, weil wir verstanden haben, dass wir eine gute Verteidigung benötigen, um auch im Angriff gut zu sein. Obwohl wir am Ende dumme Fouls begangen haben, haben wir das Spiel gewonnen. Ich möchte einen Spieler herausheben: Bennet Hundt. So wie er spielt und das Team führt, verdient er dieses Lob.“

BG Göttingen – RASTA Vechta 72:77 (42:42)
Die Viertel im Überblick: 24:19, 18:23, 10:22, 20:13
Zuschauer: 3.024
BG Göttingen: Lockhart (8 Punkte/2 Dreier), Anderson, Lasisi (15/4), Kramer (5), Omuvwie (n.e.), Carter (2), Andric (7/1, 6 Rebounds), Mönninghoff (10/2), Osetkowski (3), Loh (n.e.), Allen (11/1), Hundt (11, 11 Assists).
RASTA Vechta: DiLeo (5 Punkte/1 Dreier), Kessens, Young (20/3), Insinger (n.e.), Garcia (7/1), van Slooten (n.e.), Herkenhoff, Simpson (10/2), Murphy (10/1), Wainright (11, 10 Rebounds, 5 Assists), Reischel, Vasturia (14/2).